Wer eine neue Babysitterin oder einen neuen Babysitter sucht, fängt am besten im eigenen Umfeld an. Freunde, Nachbarn oder andere Eltern kennen oft jemanden, der zuverlässig ist und gut mit Kindern umgeht. Sprecht mit den Kindern darüber, dass bald jemand Neues kommt, und erklärt, wozu das gut ist. Kinder gehen gelassener mit Veränderungen um, wenn sie vorher davon wissen und mitreden dürfen.
Ein erstes Treffen ohne Druck ist sehr hilfreich. Bittet die Person, an einem Nachmittag vorbeizukommen, wenn ihr noch zu Hause seid. Die Kinder können ihr das Zimmer zeigen, ein Spiel erklären oder das Lieblingsbuch vorlesen. Ihr habt dabei Gelegenheit zu beobachten, wie das Kennenlernen läuft, und zu spüren, ob die Chemie stimmt. Fragt die Kinder hinterher, wie sie die neue Person fanden.
Sprecht mit der neuen Person auch über Kleinigkeiten, die euch wichtig sind, etwa wie die Kinder am liebsten einschlafen oder welches Kuscheltier immer im Bett liegt. Solche Details geben dem Abend einen sicheren Rahmen und zeigen den Kindern, dass ihre Gewohnheiten ernst genommen werden. Eine kurze Liste am Kühlschrank kann dabei als Gedächtnisstütze dienen.
Der erste Abend
Für den ersten Abend hilft eine klare, kurze Übersicht. Notiert, wann die Kinder essen, wann sie ins Bett gehen und welche Rituale dazugehören. Legt Telefonnummern und die Adresse gut sichtbar hin, zeigt, wo Taschenlampe und Wechselkleidung liegen, und erklärt kurz, wie die Haustür und die Lichtschalter funktionieren. Je klarer die Übergabe ist, desto entspannter wird der Abend.
Beginnt mit einem eher kurzen ersten Einsatz, damit sich alle aneinander gewöhnen können. Wenn ihr nur für einen Kaffee in der Nachbarschaft weggeht, ist das ein guter Anfang. Bleibt erreichbar und meldet euch bei Bedarf mit einer kurzen Nachricht. Beim Nachhausekommen lohnt sich ein kurzes Gespräch: Wie war der Abend, was hat gut geklappt, was würdet ihr nächstes Mal anders machen?
Fragt am nächsten Tag die Kinder, wie sie den Abend erlebt haben. Ihre Antworten zeigen, ob die neue Betreuungsperson zur Familie passt und ob ihr weitere Abende plant. Nehmt euch Zeit, die Beziehung wachsen zu lassen. Mit jedem Besuch wird alles ein wenig vertrauter, und irgendwann freuen sich die Kinder auf den Abend mit der neuen Bekannten oder dem neuen Bekannten.