Wenn ein Kind Weihnachten in zwei Haushalten feiert, gibt es zwei Feiern, zwei Christbäume und viele Wege dazwischen. Das kann schön sein, denn das Kind erlebt die Freude gleich doppelt. Damit es nicht in Hektik ausartet, hilft eine ruhige, freundliche Planung. Sprecht früh genug darüber, damit alle Erwachsenen wissen, was auf sie zukommt und damit für Änderungen noch Zeit bleibt. Ein gutes Gespräch im Herbst erspart viel Aufregung im Dezember. Auch das Kind soll spüren, dass die Erwachsenen an einem Strang ziehen, selbst wenn die beiden Haushalte unterschiedlich feiern.
Schreibt den Ablauf der Festtage auf einen Zettel oder in den gemeinsamen Kalender: Wer holt das Kind wann ab, wo wird gegessen, wann ist die Bescherung. Legt fest, welche Wege und welche Uhrzeiten für alle gut machbar sind, und plant Pausen ein. Ein Kind, das zwischen zwei Feiern nur im Auto sitzt, wird müde und quengelig, und ein ruhiger Nachmittag dazwischen tut allen gut.
Zwei Feiern, viele schöne Momente
Erzählt dem Kind früh, wie die Feiertage aussehen. Es darf erfahren, wo es wann feiert, wer dabei ist und was es dort erwartet. Ein Kalender mit Bildern oder ein Adventkalender, der in beiden Zuhause hängt, macht das Warten leichter. Fragt das Kind, worauf es sich am meisten freut, und nehmt seine Wünsche ernst. Sagt ihm auch, dass es völlig in Ordnung ist, sich in beiden Häusern zu freuen.
Gebt dem Kind Raum für Traditionen in beiden Haushalten. In einem Haus gibt es vielleicht Kekse und Kerzen, im anderen einen Spaziergang am Heiligen Abend. Lasst es beides genießen, ohne zu vergleichen. Geschenke können ruhig in beiden Häusern bleiben, wenn es Platz gibt, und das Kind darf sein Spielzeug nach Belieben mitnehmen oder liegen lassen, je nachdem, was ihm lieber ist.
Nach den Feiertagen tut Ruhe gut. Ein Tag ohne Programm, an dem das Kind spielen und die neuen Sachen ausprobieren kann, ist oft der schönste Abschluss. Bedankt euch bei den anderen Erwachsenen für die gute Zusammenarbeit, und sei es nur mit einer kurzen Nachricht. So endet die Weihnachtszeit friedlich, und das Kind erinnert sich an zwei warme Feiern statt an Stress.