Welche Dinge in beiden Haushalten stehen sollen

Landschaftsillustration

Wenn ein Kind in zwei Haushalten lebt, stellt sich schnell die Frage, was doppelt vorhanden sein muss und was mitreist. Wer alles doppelt kauft, braucht viel Platz. Wer alles hin und her trägt, hat ständig Taschen in den Händen. Der Mittelweg besteht darin, gemeinsam zu überlegen, was das Kind im Alltag wirklich täglich braucht, und daraus eine kleine, klare Übersicht zu machen, die in beiden Haushalten gilt.

Beginnt mit einer Liste der Dinge, die jeden Tag gebraucht werden: Zahnbürste, Pyjama, Unterwäsche, ein paar Kleidungsstücke, Hausschuhe. Diese Dinge sollten in beiden Haushalten stehen, damit das Kind nicht bei jedem Wechsel packen muss. Dazu gehören auch ein Kuscheltier oder eine Decke, wenn das Kind ohne sie nicht gut einschläft. Diese Grundausstattung nimmt viel Druck aus jedem Wechsel. Wenn die Wohnungen nicht weit auseinanderliegen, lässt sich vieles auch schnell nachbringen, aber eine feste Grundausstattung ist ruhiger.

Was reist mit, was bleibt

Manche Dinge sind so persönlich, dass sie am besten mitreisen: die Lieblingsjacke, das Handy, das Tagebuch, das Instrument, an dem das Kind gerade übt. Andere Dinge, etwa Schulbücher und Turnzeug, brauchen einen festen Platz. Besprecht das mit dem Kind, denn es weiss oft am besten, was ihm wichtig ist. Kinder freuen sich, wenn sie mitbestimmen dürfen, und packen dann auch lieber selbst.

Spielsachen müssen nicht doppelt vorhanden sein. Ein paar Lieblingsspiele in beiden Zuhause genügen, andere können in einer Kiste bleiben, bis das Kind sie wieder möchte. Auch Bücher lassen sich gut aufteilen. Das Kind kann selbst entscheiden, welche Bücher mitdürfen, und ein Buch, das im anderen Haushalt liegt, wird zu einer kleinen Vorfreude. Ein Foto vom Zimmer im anderen Zuhause hilft dem Kind zudem, sich das Ankommen vorzustellen.

Überprüft die Liste ab und zu, denn Kinder wachsen, Kleidung wird zu klein, und Interessen ändern sich. Ein kurzer Blick vor dem Wechsel zeigt, was fehlt oder überflüssig geworden ist. Bleibt freundlich im Ton, wenn etwas vergessen wurde, und bietet an, es beim nächsten Mal mitzubringen. So bleibt der Alltag in beiden Haushalten entspannt, und das Kind spürt, dass beide Zuhause gut auf es vorbereitet sind.