Wenn eine Au-pair-Person in der Familie wohnt

Landschaftsillustration

Wenn eine Au-pair-Person bei der Familie einzieht, beginnt für alle ein neuer Abschnitt. Die Kinder haben eine neue Bezugsperson, die Eltern einen zusätzlichen Menschen im Haushalt, und die junge Person selbst ist in einem fremden Land, oft weit weg von zu Hause. Eine herzliche Ankunft macht den Anfang leichter. Es lohnt sich, das Zimmer vorzubereiten, einen kleinen Willkommensgruss hinzulegen und Zeit für den ersten Rundgang einzuplanen. Wichtig ist, dass sich die Person willkommen fühlt und dass alle im Haus wissen, wie der Alltag aussieht.

Zeigt bei der Ankunft das Haus oder die Wohnung, erklärt, wo was zu finden ist, und lasst die Kinder mithelfen. Sie können ihr Lieblingsspielzeug vorstellen oder den Schulweg zeigen. Wie die Waschmaschine funktioniert, wo die Schlüssel hängen und wie man im Quartier findet, sind wichtige Kleinigkeiten, die niemand von selbst weiss. Ein einfacher Plan des Quartiers mit den wichtigsten Orten kann ebenfalls helfen.

Gemeinsam ankommen

Sprecht miteinander viel über den Alltag, auch über Kleinigkeiten. Wie das Essen bei euch abläuft, was die Kinder gern trinken und welche Rituale am Abend wichtig sind, hilft der Person, sich zurechtzufinden. Sprecht langsam und deutlich, und habt Geduld, wenn Wörter fehlen. Ein Notizbuch mit den wichtigsten Begriffen oder ein paar Bilder am Kühlschrank können die Verständigung erleichtern.

Nehmt die Person mit in den Alltag der Familie. Ein gemeinsames Nachtessen, ein Spaziergang am Sonntag oder ein Spieleabend zeigen, dass sie willkommen ist. Fragt nach ihren Gewohnheiten und Interessen und erzählt von euren. Vielleicht kocht sie ein Gericht aus ihrer Heimat, und die Kinder lernen ein paar Wörter in ihrer Sprache. Solche Momente machen aus einer fremden Person schnell ein Familienmitglied auf Zeit. Ein gemeinsamer Sonntag im Familienkreis ist für viele ein schöner Anker in der neuen Umgebung.

Setzt euch regelmässig kurz zusammen, um zu besprechen, wie es läuft. Ein Gespräch bei einer Tasse Tee reicht oft aus, um Missverständnisse zu klären und Wünsche zu hören. Bleibt freundlich, neugierig und offen. Wenn beide Seiten das Gefühl haben, gehört zu werden, wird das Zusammenleben zu einer bereichernden Erfahrung, an die sich alle noch lange gern erinnern und von der auch die Kinder profitieren.